Schadstoffe im Altbau
Asbest, PAK, Holzschutzmittel und mehr vor dem Umbau erkennen.
Ältere Gebäude enthalten häufig Baustoffe, die damals üblich waren und heute als gesundheitsschädlich gelten. Bei Umbau und Sanierung können sie freigesetzt werden. Eine Schadstofferkundung vor Planungsbeginn schützt Gesundheit, Budget und Zeitplan.
Welche Schadstoffe kommen vor?
- Asbest: Bis zum Verbot in Deutschland 1993 vielfach verbaut, etwa in Fassadenplatten, Dachplatten, Bodenplatten, Rohrisolierungen, Spachtelmassen und Nachtspeicheröfen
- Künstliche Mineralfasern: Ältere Mineralwolle-Dämmstoffe können krebserzeugende Fasern enthalten
- PAK: Teerhaltige Kleber unter Parkett oder Dachpappen
- Blei: In älteren Farben und Wasserleitungen
- Holzschutzmittel: Zum Beispiel PCP und Lindan in Dachstühlen und Holzverkleidungen
- Schimmel und Feuchte: Kein klassischer Baustoff, aber ein typisches Altbauthema
Wann ist eine Untersuchung sinnvoll?
Immer dann, wenn Bauteile geöffnet, ausgebaut oder verändert werden und das Gebäude vor etwa 1995 gebaut wurde. Dazu zählen Kernsanierung, Dachausbau, Bodenarbeiten, Fassadensanierung und Abbrucharbeiten.
Wie geht man vor?
- Sichtung und Verdachtsprüfung nach Baujahr und Bauteilen
- Probenahme durch qualifizierte Fachleute und Analyse im Labor
- Bewertung und Sanierungskonzept
- Ausführung durch Fachfirmen, die für Arbeiten mit gefährlichen Stoffen zugelassen sind
- Fachgerechte Entsorgung und Dokumentation
Fassen Sie verdächtige Materialien nicht an und bearbeiten Sie sie nicht selbst. Auch Bohren, Schleifen oder Abbrechen setzt gefährliche Fasern frei.
Auswirkungen auf Planung und Kosten
Die Entsorgung belasteter Materialien ist teuer und beeinflusst den Bauablauf. Deshalb sollte die Erkundung vor der Kostenschätzung erfolgen. Das ist auch beim Hauskauf wichtig, siehe Hauskauf: Umbaupotenzial prüfen.
Häufige Fragen
Muss ich Asbest entfernen?
Nicht jedes Asbestprodukt muss sofort entfernt werden. Fest gebundene Materialien können unter Umständen belassen werden. Bei Umbau und Beschädigung ist eine Entfernung oder Sicherung meist nötig.
Wer untersucht das Gebäude?
Sachverständige und Labore für Schadstoffe. Fragen Sie Architekt oder Bauleiter nach geeigneten Ansprechpartnern.
Ihr Vorhaben konkret besprechen
Wenn Sie für Ihr Gebäude Varianten vergleichen, Unterlagen vorbereiten oder die nächsten Planungsschritte klären möchten, können Sie Ihr Vorhaben mit uns besprechen. Der Umfang der Unterstützung wird projektbezogen vereinbart.
Für den Einstieg hilfreich
Baujahr, Fotos von Dach, Fassade und Heizung, vorhandene Energieausweise oder Rechnungen und Ihre Sanierungsziele.
KontaktAllgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Förderberatung. Vorschriften und Förderprogramme ändern sich; bitte lassen Sie Ihren Einzelfall prüfen.
